Codenames kommt als „Codenames Party“ zu Netflix
Codenames ist seit dem 29. September 2026 als „Codenames Party“ auf Netflix verfügbar, auch in Deutschland. Ursprünglich wollte der Streaming-Dienst nur eine Lizenz für das Worträtsel-Teamspiel, testete dann aber die bestehende Mobile-App von Verlag Czech Games Edition (CGE) und beauftragte CGE stattdessen direkt mit der Entwicklung der Netflix-Version.
Entwicklungsauftrag statt reiner Lizenz
CGE erhält für „Codenames Party“ eine Entwicklungsvergütung sowie laufende Lizenzzahlungen, zwei Einnahmequellen statt nur einer. CGE-Marketingmanager Ondřej Skácel stellte aber klar, dass das die Bilanz nicht grundlegend verändere, da das physische Spiel wirtschaftlich weiterhin dominiert. Gesteuert wird über das eigene Smartphone als Controller, verbunden per QR-Code mit Smart-TV oder Webbrowser. Laut Netflix können bis zu 10 Personen gleichzeitig mitspielen.
Neuer Party-Modus statt nur Teams
Netflix ergänzt das klassische Team-Format um einen neuen Party-Modus, in dem bis zu 10 Personen einzeln statt in Teams gegeneinander antreten. Dazu kommt laut Netflix-Berichterstattung ein „Case Studies“-Modus mit vorgefertigten Wort- und Hinweiskombinationen. Die Altersfreigabe liegt bei 7 Jahren, mit Hinweisen auf Gewalt-, Alkohol- und Tabakanspielungen in den Begriffen.
Original seit 2015 im Handel
Das Brettspiel-Original stammt von Designer Vlaada Chvátil, erschien 2015 bei CGE und wird in Deutschland über HeidelBÄR Games vertrieben. Gespielt wird von 2 bis 8 Personen in rund 15 Minuten, bei einer BGG-Gewichtung von nur 1,25 eines der leichtesten Partyspiele überhaupt, aktuell auf Rang 7 der BGG-Partyspiel-Wertung. Codenames und seine Spin-offs tragen laut CGE rund 80 Prozent zum Jahresumsatz des Verlags bei. Insgesamt wurden nach Verlagsangaben fast 20 Millionen physische Exemplare verkauft.