Whacktown: Funtails schickt vier Gangs in die Neon-Stadt
Funtails ist in der DACH-Szene vor allem für das zugängliche Familienspiel Karuba bekannt. Mit Whacktown schlägt der Verlag einen deutlich raueren Ton an: ein schnelles, bissiges Kartenspiel um rivalisierende Gangs in einer Neon-Stadt. Der Titel von Designer Daniel Piechnick steht jetzt zur Vorbestellung, ausgeliefert wird laut Funtails voraussichtlich im vierten Quartal 2026.
Das Wichtigste in Kürze
| Verlag | Funtails |
| Designer | Daniel Piechnick |
| Illustration | Hendrik Noack |
| Spieler:innen | 2 bis 4 |
| Alter | ab 14 Jahren |
| Dauer | 30 bis 45 Minuten |
| Komplexität (BGG) | 2,0 von 5 |
| Genre | Take-That-Brawler mit Gangster-Humor |
| Modus | Jeder gegen jeden (kein Solo-Modus) |
| Erscheint | Q4 2026, Vorbestellung läuft |
Worum es bei Whacktown geht
In Whacktown bauen Sie eine kriminelle Gang auf und kämpfen mit zwei bis vier Bossen um die Vorherrschaft in der Stadt. Das Spiel inszeniert einen schwarzhumorigen Gangster-Ton: kurze, chaotische Runden, Baseballschläger, plötzliche Wendungen. Funtails selbst ordnet den Titel als zugängliches, aber durchaus skillbasiertes Kenner:innenspiel ein. Die Eckdaten erden diese Etikettierung: Bei einem BGG-Gewicht von 2,0 von 5, 30 bis 45 Minuten Spielzeit und Schaden, der reihum alle trifft, liegt Whacktown mechanisch näher an einem schnellen, konfrontativen Absacker als an einem klassischen Kenner:innenspiel. Das ist keine Schwäche, sondern eine Erwartung: Wer planbare Strategie sucht, ist hier falsch, wer das gemeine Tischchaos mag, richtig.
Der Spielablauf: Move, Hustle, Chill
Jeder Zug gliedert sich laut BGG in drei Phasen. Zuerst Move: Sie ziehen Ihre Gang über den Stadtplan und lösen den Effekt des Zielorts aus. Dann Hustle: Sie spielen so viele Hustle-Karten aus, wie Sie wollen, doch jede einzelne kostet Sie weitere Karten aus Ihrer Hand. Zum Schluss Chill: Sie ziehen nach und geben den Zug weiter.
Damit liegt das taktische Gewicht im Kartenmanagement. Whacktown nutzt seine Karten als Mehrzweck-Ressource (Multi-Use Cards): dieselbe Karte kann Aktion oder Bezahlung sein, und genau diese Abwägung treibt jede Runde an. Hinzu kommen Würfelwürfe für die Auseinandersetzungen und eine kräftige Portion Take That, denn Schaden trifft in der Regel alle Rival:innen gleichzeitig. Rüstung dient als zusätzliche Trefferpunkte, die beschädigt und später repariert werden können. Bomben sorgen für die schnellen, fiesen Umschwünge.
Stadtplan und Kartenarsenal
Der Schauplatz wird jede Partie neu aufgebaut. Aus insgesamt 76 möglichen Orten kommen 20 auf ein zufälliges 4×5-Raster (Modular Board). Einige Orte sind zugangsbeschränkt und verlangen Geld, Information, Reputation oder Gesundheit, bevor Sie sie betreten dürfen. Positionierung und Timing entscheiden also mit.
Insgesamt stecken 173 Karten in der Schachtel, aufgeteilt in Orte, Profile, Hustles, Vorteile und Bomben. Die Charaktere spielen sich asymmetrisch über ihre Profilkarten.
So gewinnen Sie
Whacktown ist ein reines Jeder-gegen-jeden. Sie gewinnen auf zwei Wegen: indem Sie alle Rival:innen ausschalten, oder indem Sie als Erste:r 10 Reputation erreichen. Beide Ziele halten den Druck hoch, weil sich Angriff und Punktejagd ständig in die Quere kommen.
Vorbestellung und Deluxe-Bundle
Das Grundspiel kostet im Funtails-Shop aktuell 29,99 Euro (UVP 34,99 Euro). Der Rabatt von 15 Prozent gilt laut Funtails noch bis Ende Juli 2026, danach sinkt er auf 10 Prozent. Ausgeliefert wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026.
Wer mehr will, greift zum Neon Chaos Deluxe Bundle für 42,98 Euro (UVP 59,97 Euro). Es enthält das Grundspiel, Premium-Kartenhüllen und das exklusive Power Perks Promo Set: zehn Zusatzkarten, darunter Blue Beans Pizza, Sportbike, Hubschrauber, Jetpack und Taxi. Dieses Promo-Set gibt es laut Funtails nur im Bundle oder auf ausgewählten Messen. Wer den spielerischen Mehrwert sucht, achtet auf das Promo-Set: Die zehn Karten erweitern Orte und Vorteile, während die Premium-Kartenhüllen ein reines Material-Upgrade sind.
Einordnung
Für Funtails ist Whacktown ein spürbarer Schwenk weg vom familienfreundlichen Karuba-Profil hin zum konfrontativen Absacker. Dass ein DACH-Verlag den Titel verantwortet, wie schon beim Expertenspiel Luthier, macht die Vorbestellung für deutschsprachige Tische unmittelbar greifbar. Ob das schnelle Geprügel über viele Partien trägt, wird sich erst nach Auslieferung zeigen. Die Eckdaten zeichnen ein klares Bild: ein leichtgewichtiger, gemeiner Brawler für Gruppen, die das gegenseitige Ausbremsen lieben.