Eternal Decks: Koop-Geheimtipp mit Farbanpassung im Dezember
Strohmann Games bringt im Dezember 2026 mit Eternal Decks ein international bereits gut aufgenommenes kooperatives Kartenspiel aus Japan auf Deutsch, und zwar nicht als einfache Übersetzung: Laut Brettspiel-News erhält die deutsche Ausgabe eine komplett neu strukturierte Anleitung, ein überarbeitetes Insert und an Farbsehschwäche angepasste Farben.

Gemeinsam gegen die Uhr, mit eingeschränkter Kommunikation
Eternal Decks ist laut BGG-Beschreibung ein kooperatives Deckbau-Kartenspiel mit Kommunikationseinschränkung: Alle Mitspielenden gewinnen oder verlieren gemeinsam, sobald eine Person keine gültige Aktion mehr ausführen kann. Ihr startet mit nur fünf Karten im eigenen Deck und erweitert es im Spielverlauf durch Karten der „Eternals“, besonderer Charaktere mit je einem eigenen Achter-Kartendeck. Pro Zug bleibt genau eine Aktion: eine Karte ausspielen (aufs Feld, auf den Fluss oder über eine Fähigkeit), einen Juwel erzeugen, oder eine Karte an eine Mitspielerin oder einen Mitspieler abgeben. Beim Ausspielen gilt eine Einschränkung: In keiner der drei Feldreihen dürfen Karten derselben Farbe oder derselben Zahl direkt nebeneinanderliegen, je nach gespielter Stufe kommen weitere Einschränkungen hinzu. Juwelen heben die negativen Effekte der Eternals auf. Wie sich das Spiel zwischen zwei und vier Mitspielenden unterscheidet, insbesondere bei der Absprache über die drei gemeinsamen Feldreihen, sagt keine der vorliegenden Quellen. Laut einer Rezension von Punchboard bietet jede der sechs Stufen mehrere Schwierigkeitsstufen von Beginner bis Pro, nach dem Durchspielen aller sechs schaltet laut derselben Quelle ein „New Game+“-Modus mit zusätzlichen Varianten frei. Ob die sechs Stufen von Anfang an frei wählbar sind oder nacheinander in einer festen Reihenfolge freigeschaltet werden, sagt die Rezension nicht eindeutig. Eternal Decks ist laut BGG auch allein spielbar, wie sich die Solo-Partie von der kooperativen Runde in größerer Besetzung unterscheidet, verraten die vorliegenden Quellen nicht. Designer ist Hiroken, Illustration stammt von MUJUNSHA.
Was sich an der deutschen Ausgabe ändert
Die namensgebende Neuerung der deutschen Fassung ist laut Verlag die Barrierefreiheit: Strohmann Games erklärte gegenüber Brettspiel-News, die Ausgabe erhalte „eine komplett neu strukturierte Anleitung, ein überarbeitetes Insert und angepasste Farben, damit auch Menschen mit Farbsehschwäche gut spielen können.“ Welche konkreten Farben oder Symbole dabei geändert wurden und was genau an der Anleitungsstruktur neu ist, sagt die Quelle nicht näher. Bei einem Spiel, das laut eigener Beschreibung stark auf das Unterscheiden von Kartenfarben in den Feldreihen setzt, ist eine Farbsehschwäche-Anpassung aber kein kosmetisches Detail, sondern berührt einen Kernmechanismus des Spiels. Ob die Fähigkeitstexte der Eternals-Karten über Symbole oder über Fließtext laufen und ob dieser Text für die deutsche Ausgabe übersetzt wird, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht klären. Zu Schriftgröße oder Kontrast der Zahlen und Farbflächen in den höheren, zusätzlich eingeschränkten Stufen sagt ebenfalls keine Quelle etwas.
Eckdaten zu Eternal Decks
- Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
- Spielzeit: 30 bis 40 Minuten
- Alter: ab 10 Jahren
- Regelgewicht: 2,8 von 5 (laut BGG, 3.513 Bewertungen, Schnitt 8,18 von 10, Rang 469 gesamt)
- Designer: Hiroken, Illustration: MUJUNSHA
- Verlag: Tricktakers Games (Original), deutsche Ausgabe: Strohmann Games
- Preis: rund 39,90 Euro (laut Brettspiel-News, Stand: 29.10.2026)
- Termin: Dezember 2026
Für wen das was ist
International ist Eternal Decks längst kein Geheimtipp mehr: Über 3.500 BGG-Bewertungen bei einem Schnitt von 8,18 und Rang 469 unter allen Brettspielen sind für ein Koop-Deckbauspiel dieser Größenordnung ein deutliches Signal, auch wenn das für uns ein Hinweis bleibt, kein Gütesiegel. Designer Hiroken ist dabei kein Erstling: Er zeichnet laut BGG auch für das Stichspiel TRICKTAKERs (2021, erschienen bei Joyple Games/MTS Games/Portland Game Collective) und das Ablegespiel Eternal Sevens (ebenfalls bei Tricktakers Games erschienen) verantwortlich. Für deutsche Vielspieler, die kooperative Deckbau-Spiele mit Kommunikationslimit mögen, etwa in der Tradition von The Crew oder Hanabi, aber noch nicht zur englischen oder japanischen Originalausgabe gegriffen haben, ist der Dezember-Termin der naheliegende Einstiegspunkt. Ob die angepasste Farbgebung tatsächlich hält, was der Verlag verspricht, lässt sich erst mit dem fertigen Produkt beurteilen, als Ankündigung ist der Schritt aber bereits ein ungewöhnlich konkretes Bekenntnis zur Barrierefreiheit für eine deutsche Lokalisierung.